by PR-Gateway | 17/02/2026 11:00
Zahnmythen auf dem Prüfstand – Worauf es bei der Mundgesundheit wirklich ankommt
Viele Menschen wünschen sich ein strahlendes Lächeln. Aber nicht nur aus ästhetischen, auch aus gesundheitlichen Gründen sind gepflegte und gesunde Zähne wichtig. Dabei kommt es vor allem auf regelmäßiges Zähneputzen und den jährlichen Kontrollbesuch beim Zahnarzt an. Darüber hinaus sind zahlreiche Mythen rund um die Mundhygiene im Umlauf. Nicola Blidschun, Zahnexpertin der ERGO Krankenversicherung, klärt über die gängigsten Irrtümer auf.
Schlechte Zähne sind vererbbar
Man hört es immer wieder, egal ob bei Haarausfall oder Orangenhaut: „Das liegt an den Genen.“ Und genau so ist das im Prinzip auch bei den Zähnen. „Die Anfälligkeit für Karies oder Parodontitis hat erbliche Komponenten“, so Nicola Blidschun, Zahnexpertin der ERGO Krankenversicherung. Allerdings führt – anders als beim erblich bedingten Haarausfall – die ererbte Anfälligkeit nicht automatisch zu Löchern in den Zähnen. Blidschun rät besonders diesen Menschen: „Durch gute Zahnpflege und regelmäßige Kontrollen können Betroffene den Ausbruch dieser Krankheiten verhindern.“ Bei wem schlechte Zähne also in der Familie liegen, der sollte sich besonders gut die Zähne putzen. Blidschun weiter: „Besonders in diesen Fällen ist auch die tägliche Zwischenraumreinigung mit Zahnseide oder Interdentalraumbürsten unverzichtbar. Auch professionelle Zahnreinigungen, die krankheitsauslösende Bakterien in schwer erreichbaren Zonen des Mundes beseitigen, sind für diese Menschen sehr empfehlenswert.“
Apfelessen kann Zähneputzen ersetzen
Da Äpfel viele Vitamine und Mineralstoffe enthalten, gelten sie als sehr gesund. „Das Zähneputzen können sie jedoch auf keinen Fall ersetzen“, warnt Blidschun. „Kauen regt zwar die Speichelbildung an und führt so zu einer gewissen Selbstreinigung, Bakterien gerade in den Zahnzwischenräumen bleiben davon aber unberührt und lassen sich nur durch regelmäßige Reinigung entfernen.“ Die in Äpfeln enthaltene Säure und der Fruchtzucker könnten zudem den Zahnschmelz schwächen und so das Kariesrisiko erhöhen.
Je fester die Zähne putzen, desto besser
Die Aussage „Viel hilft viel“ gilt nicht für die Kraft, mit der die Zahnbürste während des Putzens auf die Zähne gehalten wird. „Hier ist weniger manchmal mehr. Denn zu festes Schrubben kann den schützenden Zahnschmelz schädigen“, erläutert die Zahnexpertin der ERGO Krankenversicherung. Das macht die Zähne empfindlicher. „Daher ist es wichtig, beim Putzen die richtige Menge Druck auszuüben“, so Blidschun. „Viele elektrische Bürsten warnen über ein Lichtsignal bei zu starkem Anpressdruck. Um alle Bakterien zu entfernen, ist vielmehr die richtige Technik entscheidend“, ergänzt die Expertin.
Milchzähne benötigen keine Zahnpflege, da sie ausfallen
Meist beginnen die ersten Milchzähne ab sechs Jahren zu wackeln und auszufallen. Doch ist die Zahnpflege bis dahin wirklich zu vernachlässigen? „Dies ist natürlich nicht der Fall“, weiß die Zahnexpertin. „Entsteht bei kleinen Kindern Karies, kann sich dies schädlich auf die nachrückenden festen Zähne auswirken.“ Deshalb sollten Eltern ab dem ersten Milchzahn mit der Mundhygiene beim Nachwuchs beginnen. Das heißt: ab dem ersten Zähnchen zweimal täglich Zähne putzen. „Lassen Sie die Kinder selbst putzen, sobald sie dies auch nur spielerisch können – aber bis mindestens zur dritten Klasse müssen die Eltern nachputzen“, rät Blidschun.
Ist eine elektrische Zahnbürste immer besser als eine Handzahnbürste?
Ob eine elektrische Zahnbürste ein besseres Putzergebnis als eine Handzahnbürste erzielt, liegt hauptsächlich an der verwendeten Putztechnik. „Unabhängig von Modell und Technik ist zudem vor allem die Regelmäßigkeit bei der Mundhygiene wichtig“, ergänzt Blidschun.
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