Bei Grauem Star kann nur der Linsenaustausch helfen

Mai 31 00:06 2017 Print This Article

Warum man beim Grauen Star (Katarakt) nicht um eine Operation herumkommt

Wird die Augenlinse langsam aber sicher trübe, sprechen Augenärzte vom Grauen Star oder einer Katarakt. Menschen, bei denen der Graue Star festgestellt wurde, sehen wie durch einen Grauschleier. Das Kontrastsehen verschlechtert sich, die Farben verblassen, die Lichtempfindlichkeit nimmt zu. Der sogenannte „Altersstar“ greift in der Regel irgendwann ab dem 60. Lebensjahr. Augenärzte raten deshalb zu regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen ab 40, um Augenerkrankungen frühzeitig zu erkennen. Mit der Alterserscheinung Grauer Star muss man sich nicht abfinden. Wird er nicht behandelt, kann er zur Erblindung führen. Eine unkomplizierte ambulante Operation , die schmerzfrei ist und nur wenige Minuten dauert, sorgt effizient und nachhaltig für Abhilfe. Dieser Eingriff stellt zugleich die einzig mögliche Therapie des Grauen Stars dar. Dabei wird die trübe Linse durch eine glasklare Kunstlinse ersetzt.

Linsenaustausch stellt die einzig mögliche Therapie des Grauen Stars dar

Ursache der Trübung sind beim Altersstar der verlangsamte Stoffwechsel, der zu einer Veränderung der Linseneiweiße führt. Die Linse wird trübe, die Lichtdurchlässigkeit nimmt ab. Die einfallenden Lichtstrahlen streuen im Auge, eine punktgenaue Abbildung auf der Netzhaut wird verhindert. Der gesamte Körper unterliegt einem Alterungsprozess – so auch das Auge. Der Graue Star ist ein schleichender Prozess. Nach und nach nimmt die Sehschärfe ab, die Konturen verschwimmen, es kommt zu Doppelsehen. Weitere Merkmale sind

– eine erhöhte Blendempfindlichkeit,
– verringertes Kontrastsehen,
– zunehmend verblassende Farben,
– ein hoher Bedarf an Licht beim Lesen.

Der operative Linsenaustausch ist der einzige Weg, um den Verlauf des Grauen Stars zu stoppen. Der Graue Star kann nicht mit Medikamenten behandelt werden. Der richtige Zeitpunkt für den in der Regel ambulanten Eingriff hängt davon ab, wie weit die Trübung vorangeschritten ist und welche individuellen Ansprüche der Patient an seine Sehkraft hat. Im Frühstadium kann dem Grauen Star noch mit veränderten Brillenstärken begegnet werden. Da der Graue Star kein akuter Notfall ist, kann die Operation im Einzelfall vor allem im Anfangsstadium noch etwas herausgezögert werden. Eine Katarakt kann allerdings auch genetisch veranlagt sein.

Die Operation bei Grauem Star kann in der Regel ambulant durchgeführt werden. Dabei handelt es sich um einen minimalinvasiven Eingriff, bei dem die Linsenvorderkapsel geöffnet und die Linse meist mithilfe von Ultraschall oder durch einen Femtosekundenlaser zerkleinert und anschließend entfernt bzw. abgesaugt wird. Danach wird eine spezielle Kunstlinse, eine sogenannte Intraokularlinse, in den leeren Kapselsack eingesetzt. Auch die Ausheilung erfolgt in der Regel komplikationslos – die kleine Öffnung verschließt sich von selbst. Katarakt-Operationen sind nach heutigem Standard ein sehr sicherer Eingriff. Dadurch, dass die Kunstlinse individuell angepasst wird, kann eine bestehende Fehlsichtigkeit korrigiert werden.

Kontakt
Bundesverband Medizintechnologie e.V.
Elke Vogt
Reinhardtstr. 29b
10117 Berlin
030 / 246255-0
030 / 246255-99
mail@webseite.de
http://www.initiativegrauerstar.de

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