Bildung auf einen Blick 2017: Bildungsausgaben, Lehrergehälter, Berufswahl

September 12 11:18 2017 Print This Article

Neue OECD-Bildungsstudie vergleicht die Bildungssysteme in 35 Ländern

Junge Bildungsteilnehmer brauchen bei der Auswahl ihrer beruflichen Laufbahn mehr Beratung und Unterstützung. Diesen Anspruch formuliert OECD-Generalsekretär Angel Gurrìa im Vorwort der neuen OECD-Studie „Bildung auf einen Blick 2017“ und bezieht sich auf die Daten zum Schwerpunktthema Fächergruppen und Berufswahl. Die Ergebnisse der Studie 2017 zeigen unter anderem, dass Studienabgänger der sogenannten MINT-Fächer – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – auf dem Arbeitsmarkt unterschiedlich erfolgreich sind. Ingenieure und IT-Spezialisten haben bessere Beschäftigungsaussichten als Studienabgänger der Fächergruppen Naturwissenschaften, Mathematik und Statistik.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) analysiert in der jährlich erscheinenden Studie die Entwicklung der Bildungssysteme ihrer Mitglieds- und Partnerländer. Insgesamt haben 35 OECD-Mitgliedsländer sowie einige Partnerländer, wie Costa Rica und Litauen, an der Studie 2017 teilgenommen. Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen Merkmale der Bildungssysteme, wie zum Beispiel typisches Eintritts- und Abschlussalter, Bildungsergebnisse und -erträge, Bildungsressourcen und -zugang, Bildungsbeteiligung und -verlauf sowie Lernumfelder und die Organisation von Schulen. In den Ergebnissen werden positive Entwicklungen sichtbar, aber auch neue Aufgabenfelder. Die Auswertungen zeigen beispielsweise, dass Erwachsene heute besser ausgebildet sind als im Jahr 2000. Der größte Teil der 25- bis 34-jährigen Arbeitskräfte hat einen akademischen Abschluss.

In den Schulsystemen zeichnen sich neue Aufgabenfelder ab. Der Lehrerberuf leidet in vielen Ländern unter vergleichsweise niedrigen Gehältern und dem demografischen Faktor. 2015 waren bereits 35 Prozent der Primar- und Sekundarlehrkräfte in den teilnehmenden Ländern mindestens 50 Jahre alt.

– Digital und gedruckt –
Bildung auf einen Blick 2017, die deutschsprachige Ausgabe der OECD-Studie Education at a Glance 2017, erscheint im Bielefelder W. Bertelsmann Verlag (wbv). Die digitale Ausgabe steht kostenfrei bei wbv Open Access zur Verfügung, gedruckt ist die Studie bei wbv.de und im Buchhandel erhältlich.

– Daten und Auswertung –
Datenquellen für Bildung auf einen Blick 2016 sind die PISA-Studie sowie weitere OECD-Studien und -Statistiken. Das grundlegende Instrument zur Auswertung der Daten sind Indikatoren, die von der OECD entwickelt wurden. Sie ermöglichen direkte Vergleiche zwischen unterschiedlichen Bildungssystemen, Bildungsniveaus und Bedingungen für Bildung und lassen Operationsmodi und Ergebnisse von Bildungssystemen sichtbar werden. In Bildung auf einen Blick 2017 liefern zwei neue Indikatoren erstmals Vergleichsdaten zu den Erfolgsquoten im Sekundarbereich II sowie zu den Zugangskriterien für den Tertiärbereich. Ein neues Kapitel widmet sich dem bildungspoliti-schen Ziel der Agenda 2030. Die OECD informiert auf einer Themenwebsite über die verwendeten Berechnungsmethoden und Daten-quellen sowie über die Interpretation der Indikatoren und ihre Datenmodelle.

– Herausgeber –
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ist ein Zusammenschluss von 35 Ländern. Seit 50 Jahren ist die OECD weltweit eine der größten und zuverlässigsten Quellen für vergleichbare wirtschaftliche und soziale Statistiken.

OECD (Hg.)
– Bildung auf einen Blick 2017 –
OECD-Indikatoren
568 Seiten, Bielefeld 2017
DOI 10.3278/6001821kw – kostenfrei auf wbv-open-access.de

Druckausgabe: 69,00 Euro (Abonnement 53,00 Euro)
ISBN 978-3-7639-5910-5
Bestell.-Nr. 6001821k

Der W. Bertelsmann Verlag (wbv) publiziert Literatur zu Bildung, Beruf und Sozialforschung. Mit Büchern, Fachzeitschriften, digitalen Medien, Fachinformationssystemen und den Portalen wbv-Journals.de und wbv OpenAccess.de bietet der wbv schnellen Zugriff auf aktuelle Bildungsthemen. 2014 feierte das Familienunternehmen mit Sitz in Bielefeld sein 150jähriges Bestehen.

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